June 14, 2009

Die erste Erstihütte ohne Erstis!

Seit 9 Jahren, Jahr um Jahr wiederholt sich ein Ereignis der Konstanzer Biologen das sich Erstihütte schimpft. Dieses Hüttenwochenende, ursprünglich gedacht um frisch den Eltern entschlüpfte, noch unbefederte Erstsemesterstudenten Ihresgleichen näher zu bringen, ist doch letztlich immer mehr zum Jahrestreffen der, zum Teil schon längst aus dem Studentenleben entflogenen, Ehemaligen geworden. So, dies hat sich nun geändert. Zum ersten Mal in der Geschichte der Uni Konstanz fand dieses Wochenende, in einer urigen Kletterhütte überhalb des Grüscher Älplis in der Nähe von Davos, die "Erstihütte-ohne-Erstis" statt.
Das Hüttli war zwar am Ender der Welt gelegen, dafür beschränkte sich der Zustieg zu den ersten Kletterproblemen allerdings auf zwei Mal umfallen:

Micha, Jonas, Frank und Jule bei den "Hüttenrouten".

Nur ein paar Schritte in Richtung "Alpine Kletterwand" fanden sich dann, umgeben von schönstem sonnigen Alpenpanorama, auch schon die ersten Boulderprobleme:

Jonas

Jule

Micha

Frank

Lauter Boulder hatte es auf die Wiese geschmissen...Jonas, Grinsi und Micha auch!

Blau, blau, blau blüht der Enzian....!

Ausser "ohne-Erstis" und dem Älplibouldern hatte sich am üblichen Programm allerdings nichts geändert. Nach wie vor gab es das dekadent deluxe Essen, inspiriert von Makerl:


Wanderungen, Kletteraktionen, Tisch- und Stuhlboulder:

und die all abendlich übliche Lagerfeuerromanik... .

...sowie das gemütliche aufwachen am nächsten Morgen:
;o) Mal schauen ob es dennoch ein Wiedersehen auf der offiziellen "Erstihütte" gibt!

June 7, 2009

Psicobloc and Sun - Adrenaline and Serotonin @ Mallorca

Mallorca! Ballermann, Es Arenal, besoffene, weißbäuchige oder rot leuchtende, Socken in Sandalen und Arschgeweih tragende, Eimer saufende und zu DJ Ötzi und Jürgen Drews grölende Deutsche....das ist das Bild welches ich bis jetzt von Mallorca im Kopf hatte. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt...!
Letztes Wochenende gingen Ingrid und ich mal wieder auf Reise. In Madrid hatten wir ja noch eine Rechnung mit dem zu den drei grossen Madrider Museen zählenden Museo de Arte Thyssen-Bornemisza offen und so flogen wir erstmal mit einem Airbus 330-200 (ähm...Scherz..!!) ins Zentrum Spaniens. Das Thyssen beeindruckte uns mit seiner Sammlung an Modernen Werken wie 'Dream Caused by the Flight of a Bee around a Pomegranate a Second before Waking up' (cooler Titel ;o)) von Salvador Dalí,


Roy Lichtensteins 'Woman in Bath',

Werken von Miró, Paul Klee, Chagall, Picasso und Kandinsky (siehe www.museothyssen.org).

Die alten Meister schauten wir diesmal jedoch nur mit einem halben Augen an... .Somit reiht sich das Thyssen in der Madrider Museums 'Wow-Rangliste' vor dem Prado und nach Reina Sofia an mittlerer Stelle ein.
Am selben Abend erschloss sich uns noch ein weiteres Kulturereignis. Ska de Uruguay, gerockt von 'No Te Va Gustar' hat uns sehr gefallen. Für alle die wissen wie schwer es ist Ingrid zum Tanzen zu bringen: Sie hat mega abgerockt!! ;o)

Nach dem Konzert und einer kleinen vuelta durch die Bars in Lavapiés war unser Madrid-Wochenende auch schon wieder vorbei und Ryanair flog uns zielsicher nach Palma...naja, nachdem der Pilot die erste Landung verpatzt hatte und nochmals durchstarten musste ("We apologize for the balked landing, we were to ...ähm... high and ...ähm... to fast as well. Let's try it again..."). Dafür konnten wir aber weitere 10min diesen schönen Sonnenuntergang über dem Meer, der Küste Palmas und der Sierra de Tramontana genießen. Kaum ausgestiegen konnten wir quasi schon die beste Paella aller Zeiten riechen und so holten wir unsern beinahe-Ferrari beim rent-a-car ab und flitzten wie der Blitz nach Andratx, wo Marc seine 'Hütte' hat. Nach seiner Beschreibung erwarteten wir eine halb zerfallene Ruine, mit einem Froschkönigbrunnen aus dem man Eimerweise das Wasser schöpfen muss, einem kleinen verwilderten Garten wo wir unsere Schlafsäcke ausgerollt hätten, einem Plumsklo und Essen aus dem Topf bei Kerzenschein... . Pff... wir fanden eine wunderschöne Mallorcanische Villa vor, mit riesengrosser Küche, vier idyllischen Schlafzimmern, modernem Bad, Dusche und jeder Menge Charme! Ausserdem eine quadratmetergrosse Pfanne mit gerade fertig gekochter frischer Paella! Wow!
Zudem einen 'Haufen' total verschiedener aber unheimlich netter Leutchen aus allen möglichen Ecken...Freunde von Marc aus Spanien, Schweden, Deutschland und der Schweiz. Beim Begrüssen war ich wirklich verwirrt in welcher Sprache ich mit wem reden sollte.. ;o) Die Herkünfte klärten sich jedoch bereits am nächsten Tag, unserem ersten Tag am so genannten 'Psicobloc', fast vollständig auf: "Auf, allez, geht schon...", "Go go go-...", "Venga mariquita, venga...". Gegenseitig feuerten wir uns an Meter um Meter über dem Meer zu erklimmen. Für absolute Newcomer wie mich war es zu Beginn der reinste Horror...drei Kletterzüge, runter schauen und das Herz ist mir bis in die Bikinihose gerutscht...puh... . So habe ich am ersten Tag keine einzige Route durchgeklettert weil mir das alles viiiel zu hoch war ;o) Dabei zählen die Wände, Höhlen und Grotten der traumhaften 'Cala Barques' mit ihren ca. 15 Metern wirklich nicht zu den höchsten deep water soloing Spots.

Daniel, 6b

Naja, aber auch ohne grosse Leistungen ließ sich das Leben hier genießen. Glasklares, türkisfarbenes, bereits 20°C warmes Meer, Fischschwärme, gelber Sandstrand, Sonnenschein, Felsgrotten mit bizarren Tufas und nett anzuschauende Kletterer ;o)

Arvid and Daniel, traversing the 'Big XXL'

Ingrid, Christian, Daniel, Arvid, Martin and Luis

Am Abend fühlten so sogar Ingrid und ich mich als ob wir das Matterhorn bestiegen hätten und nachdem wir auch den letzten Nachzügler Micha aufgegabelt hatten fuhren wir alle zusammen nach Port d'Andratx um den Tag gemütlich mit Pizza und Wein ausklingen zu lassen. Nach so viel Höhenangst-Adrenalin war ich mega froh, dass am nächsten Tag die Entscheidung fiel Bouldern zu gehen. Mit zwei Crashpads im Gepäck fuhren wir wieder auf die Süd-Ost Seite Mallorcas zur 'Cala Santanyi' wo auch Chris Sharmas berühmter Felsbogen 'Es Pontas' zu bewundern ist.

Micha, Daniel, Jochen


Wir begnügten uns jedoch erstmal mit einem einfachen 6c Boulder zum aufwärmen bevor wir zur 7a mit Dyno-Ausstieg über gingen. Der Dyno...oder aber der Mangel an Crashpads wurde dummerweise dem armen Christian schon zum Verhängnis. Er rutschte beim Fallen zwischen die Matten und sein schmerzverzerrtes Gesicht verriet uns, dass wir ihn wohl besser ganz schnell ins nächste Spital bringen sollten. So fuhren Marc und Javier ihn zum Krankenhaus während wir anderen geknickt um die Bouldermatten sassen und uns alle nicht mehr so recht getraut haben was zu machen... . Jule, 6c

Chistian, 7a (the next move to the top was the fatal one...)

Wir machten dann noch einige schöne Traversen und 5cm-über-dem-Boden Boulder bevor wir zum Sonnenuntergang zum Es Pontas schwammen um uns die berühmte 9b? mal aus der Nähe anzuschauen. Faszinierend...selbst wir fragten uns wie es Menschenmöglich sein kann an sozusagen 'nichts' diesen Psicobloc zu erklimmen... .
Der Abend brachte dann ein weiteres delikates Mahl. Wir grillierten Gambas, Langostinos, Peperonis, Auberginen, Lamm, Hase, Huhn, Rind, Schaf, Ziege, Kletterschuhe.... ähm... nein. ;o) Aber sonst so ziemlich alles. Yammy!!
Marc, the BBQ master!

Nach Psicobloc und Bouldern blieb uns nun am folgenden Tag ja nur noch eine Wahl um das volle Mallorca-Programm abzurunden: ordinäres am-Seil-Sportkletten ;o) So fuhren wir in die Kalkberge der Sierra de Tramontana um unterhalb des grossen, tiefblauen Sees 'Gorg Blau' unsere Leinen an den Berg zu hängen! Obwohl man an dieser bildschöne rot-schwarz-weiss gefärbten Wand bis zu 200m hoch klettern kann begnügten wir uns mit einigen kurzen und knackigen Einseillängentouren.

Jochen und Daniel hitch-hike: creative access to the wall

Daniel in his best outfit for the 200m wall

Jule, S'Escorpí (6b+)

Daniel, Sa canal (6b)

Dennoch können auch die ersten 20m einer 200m Wand ziemlich anstrengend sein und so verschwendeten wir keine Zeit damit zwischendurch auch mal ordenlich die Seele baumeln zu lassen...!
Jochen und Barbara
El pobresito Christian y Ingrid

Ich glaube ich brauche nicht extra zu erwähnen, dass es abends wieder unheimlich was zum Schlemmen gab! Die Jungs zauberten uns in der selben quadratmetergrossen Pfanne eine 'Fideuá', quasi eine Paella mit Nudeln, wie sie nicht besser hätte sein können. Falls in den nächsten Tagen nochmals jemand nach Mallorca kommt...es gibt noch Reste dieses erlesenen Menüs, welche wir bei der Abreise in der Küche vergessen haben.... ;o)

Meisterkoch Luis


Ja Apropos Abreise...die Tage gingen viel zu schnell rum und so war der folgende Tag auch schon der letzte. Aber last but not least...wir wiederholten unseren Besuch in der traumhaften Bucht 'Cala Barques'. So hatte auch ich noch einmal die Chance den Psicobloc anzutasten und die Jungs konnten sich in ihren Projekten batteln. Immerhin kletterte ich diesmal die 6a's bis zum Ausstieg und hängte mich auch ganz ohne Angst in die Big-XXL ;o)

Jule&Ingrid enjoying the beach at Cala Barques

La pequeña Jule in Big-XXL

Der letzte Abend schlug ebenfalls nochmals alle vorherigen...Details erspar ich euch ;o)
Résumé: Eine perfekte Mischung aus Relaxen, Adrenalin, Sonne, Meer, durchfeierte Nächte, Sport, Freunde und neue interessante Menschen...und ich freue mich schon riiiiesig auf ein nächstes Mal Mallorca und Psicobloc!!!
Ein mega Dank an alle die dabei waren und dieses Erlebnis so schön haben werden lassen und natürlich einen riesigen Drücker an Marc der das alles organisiert hat!!
Muchisimas gracias a todos, sincere thanks to all!!

'David and Goliath': Arvid and Jochen

Beauty and the beast: Micha and Ingrid...or Ingrid and Micha....

Tuttifrutti vista sobre Port de Sóller: Daniel, Jochen, Ingrid and Jule

Arvid, Daniel and Ingrid

Christian, Javier and Arvid

Micha mit Beweisstück!

Todas las mariquitas!

Christian, Lusi, Daniel, Jule, Micha, Marc and Arvid

HASTA LA PRÓXIMA!!!