May 17, 2008

Ponte Brolla

Endlich ist es Sommer geworden!! Wurde ja auch endlich mal Zeit! Um die ersten Sonnenstrahlen gleich maximal genießen zu können sind Marc und ich mit Zelt und Klettersachen über Pfingsten ins Tessin gefahren. Dort angekommen haben wir unser Lager direkt am Lago Maggiore aufgeschlagen, so dass man quasi die Füße aus dem Zelt ins Wasser baumeln lassen konnte. Beim Blick auf den Tiefblauen See, die Grünen Berghänge mit den noch Schneeweißen Bergspitzen und das hell erleuchtete Locarno auf der gegenüber liegenden Seite ließen wir ebenso unsere Seele baumeln und sammelten Kraft für waghalsige Kletterexperimente am kommenden Tag.


Im Kletterführer sind die Gneis-Platten bei Ponte Brolla im Valle Maggia als vielfältige Plaisier-reibungs-routen beschrieben. Was genau darunter zu verstehen war sahen wir erst vor Ort: Ein bis fünf Seillängenrouten, im Durchschnitt etwa 50° Steigung dafür aber ohne Rillen, Kanten oder sonstigen Griffe und Tritte ;o)


Nach einigen warm-mach Routen im 4.Grad trauten wir dann dem Kletterschuh-Gummi und entflohen den schwitzenden Klettergruppen in luftigere Höhen. Mit gesparter Armkraft aber viel Gummiabrieb genossen wir dann 150m weiter oben den herrlichen Ausblick auf die wilden Schluchten welche die Maggia in den Stein gefräst hat und den weiten Blick hinein ins Centovalli, das Nachbartal.


Auch begutachteten wir den Fels den wir am nächsten Tag bezwingen wollten: Sperone di Ponte Brolla. Höher gelegen, weniger besucht, steiler und mit noch mehr Reibung ;o) Hier kletterten wir am Montag allerdings nur noch einige kurze aber knackige Routen bevor es über engen, steile Wendekehren mit herrlicher Aussicht auf viele weitere Kletterfelsen durch den 1600m hohen San-Bernardino-Tunnel schon wieder zurück nach Züri ging.
Faszit: Beim nächsten schönen Wochenende unbedingt Wiederholen und dann mal die Granitfelsen bei Airolo ausprobieren!

May 6, 2008

Baile Átha Cliath

Hello from Dublin!
Letztes Wochenende habe ich mit Ingrid aus meiner Arbeitsgruppe eine kleine Reise über die Irische See in die 500.000, zumeist Rothaarige, Einwohner zählende Hauptstadt von Irland: Dublin, gemacht. Wir wollten ein bisschen dem Züricher Regen entfliehen...!
Ja, und das hat auch wunderbar geklappt! Bei strahlendem Sonnenschein haben wir uns zwei Tage lang von der süssen Stadt mit ihren kleinen, immer gleich aussehenden, nur durch andersfarbige, bunte Türen zu unterscheidende Häusern, den sympathischen Sommersprossigen Iren und dem schwarzen Gold, dem Guiness Bier, verzaubern lassen.


Viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht in der Küstenstadt und so begannen wir unseren Ausflug mit einer Zugfahrt auf die Halbinsel Howth, welche nebst urigen Fischerdörfchen in denen sich die Seelöwen um die letzten Fischreste stritten, auch einen kleinen Berg mit einer wunderbaren Aussicht auf die Bucht von Dublin bietete. Auf der ganzen Insel wuchsen seltsame gelbe Blumen die den Duft von frischer Sonnencreme verbreiteten und einem trotz der hohen Klippen fast ein Strand-feeling vermittelten.

Aber nach ein bisschen wandern kehrten wir dann schon wieder, via schwankendem Doppeldeckerbus, in die Stadt zurück und shoppten uns den restlichen Nachmittag durch die Einkaufsstrassen. Ein wahres Shoppingparadies dieses Dublin!


Und zum Glück sind all diese schönen Läden entlang einer Fussgängerzone, denn schon eine Strasse mehr als nötig überqueren hätte den sicheren Zusammenstoß mit einem aus der falschen Richtung kommenden Fahrzeug bedeuten können. --> Look Right! Stand zwar an jeder Ampel, doch das von klein an getrimmte Hirn ließ sich von so banalen Schriftzügen nicht wirklich überzeugen in die andere Richtung zu blicken. Zum Glück besitzen auch Irische Autos eine Hupe ;o)

Viel schlimmer war es da noch in den richtigen Bus zu steigen. Ein Auto nach dem anderen fährt an der Bushaltestelle vorbei, auch der Bus 40A, 40, 40C, 400, ... und wenn man dann eine geschlagene viertel Stunde gewartet hat kommt endlich 40B! Nur...so ein Mist...in die falsche Richtung! Tja...! Abends haben wir dann versucht uns mit dem ein oder anderen pechschwarzen Guiness an die Irischen Gepflogenheiten zu gewöhnen und sind so mit Rob (jups, dem Iren aus Indien) und Kate durch die Pubs gezogen.


Am nächsten Tag dann, weit am Nachmittag und nachdem wir uns zuvor noch sämtliche anderen kleineren Sehenswürdigkeiten angesehen hatten, sind wir dann zur Guiness-Brauerei um uns in die Machweise der irischen Bierbrauerei einführen zu lassen. Die 26 Hektar grosse Anlage überzeugt den kleinen Touristen während einem 7-Stockwerkigen Rundgang davon, dass es Arthur Guiness 1759 erfolgreich gelungen ist aus reinstem Irischen Wicklow-Mountains Quellwasser, importiertem Hopfen, selbstangebauter Gerste und reinrassiger Hefe das beste Bier der Welt, das "black gold", zu brauen. Auf das Gratisbier im 7. Stockwerk haben wir dann Dankend verzichtet ;o)


Ja und mit Erwähnung des Trinity Colleges, des Book of Kells, den kleinen, griesgrämigen, grünen Kobolden (Leprechauns) mit ihrem mit Gold gefüllten Töpfchen, dem 120m hohen Spire, der uralten St. Patricks Cathedral und dem netten irischen Kauderwelsch, möchte ich diesen kurzen Reisebericht auch schon wieder abschliessen.
Resume: Wunderbar!