September 29, 2013
Arriving in New Zealand vs. arriving in Norway...
...find the five differences:
Some friends could already spot some major differences:
- Euer Auto ist auf der Fahrt von NZ nach N leicht geschrumpft.
- Statt im Auto rumzuklettern sitzt du faul aufm Crashpad.
- Norwegen hat mehr Sättigung und Kontrast.
- In Norwegen Saft statt Bier.
- Norway looks beautiful! NZ look boring.
- Kleineres Auto, dicker Annorak, dicke Schlafsäcke, Jule sitzt und hängt nicht rum!!!
Can you find more?
September 15, 2013
Kürbisregatta
Diesen Sonntag fand in Michas Heimatort Ludwigsburg die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Kürbisbootfahren statt. Teilnehmen konnte jeder - auch ohne jemals zuvor in einem Kürbis gesessen oder Kürbis gegessen zu haben.
Gestartet ist nicht nur Micha sondern auch unsere Freundin Missanga zusammen mit ca. 38 weiteren Teilnehmern gegen die sie sich erfolgreich geschlagen haben. Beide belegten jeweils in der Damen- und Herrenwertung den 2. Platz! Gezeigt wird dies übrigens auch im Fernsehen - zumindest in Australien und Korea. Wir alle gratulieren hiermit nochmals herzlich zu dieser einmaligen Leistung! ;)
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Und hier die erste Fahrt des neuen Deutschen Vize-Meisters im Kürbisbootfahren:
September 8, 2013
Magic Wood & Via alta della Verzasca
Chapter one: Magic Wood
Mitten in den neuseeländischen Bergen und zwischen den Bouldern in Castle Hill - immer wieder zogen wir Vergleiche: schweizer vs. neuseeländische Alpen. So wunderwunderwunderschön Neuseeland auch war, aber die Granitboulder in der Schweiz sind einfach um längen besser!!!
Seit Ende Juni hab ich wieder fleissig trainiert, meine verkümmerten Bouldermuskeln sind wieder gewachsen (leider auch die hässlichen Druckstellen an den Füssen ;)) und der Spass am Bouldern kam blitzeschnell zurück!
Ende Juli waren wir bereits im Magic Wood und ich konnte einige neue Routen um die 6b meistern. An allem schwereren scheiterte ich jedoch noch. Nun also der zweite Versuch. Bei "Scrubs", bewertet als 7a, patzte ich das letzte Mal an den Zügen über die schmierige Kante. Diesmal rettete mich aber ein wohl-platzierter foothook und gefühlt "ganz easy" konnte ich mit grossem Grinsen über meinem ersten 7a Boulder aussteigen!!
Danach konnte für mich einfach nichts mehr schief gehen und so tauschte ich lässig die Kletter- gegen die Wanderschuhe und machte mich auch zu meiner ersten "T6"-Wanderung in den schweizer Alpen:
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Chapter two: Via alta della Verzasca
Oft hat Micha in Neuseeland davon geschwärmt: Wenn wir zurück in der Schweiz sind dann machen wir gleich die "Via alta della Verzasca". Der "Weg hoch über dem Verzascatal" ist eine vier- bis fünftägige Wanderung entlang der Gipfel und Gipfelgrade welche das Verzascatal vom Valle Leventina trennt. Durchgängig als T5 und T6 bewertet ist diese Wanderung das Paradebeispiel für "schwieriges Alpinwandern". Wer nun aber gleich an 60° Grashänge denkt an denen man sich mit Pickeln und den Zähnen hochziehen muss der täuscht sich - die Grashänge halten sich in Grenzen, umso mehr gibt es jedoch ausgesetzte Granitzacken über und um welche man sich winden muss. Bei gutem Wetter ein wahrer Genuss!! Selbst für so einen Gebirgshöhenschisser wie mich ;)
Oft hat Micha in Neuseeland davon geschwärmt: Wenn wir zurück in der Schweiz sind dann machen wir gleich die "Via alta della Verzasca". Der "Weg hoch über dem Verzascatal" ist eine vier- bis fünftägige Wanderung entlang der Gipfel und Gipfelgrade welche das Verzascatal vom Valle Leventina trennt. Durchgängig als T5 und T6 bewertet ist diese Wanderung das Paradebeispiel für "schwieriges Alpinwandern". Wer nun aber gleich an 60° Grashänge denkt an denen man sich mit Pickeln und den Zähnen hochziehen muss der täuscht sich - die Grashänge halten sich in Grenzen, umso mehr gibt es jedoch ausgesetzte Granitzacken über und um welche man sich winden muss. Bei gutem Wetter ein wahrer Genuss!! Selbst für so einen Gebirgshöhenschisser wie mich ;)
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Trotz eines sehr späten Starts und sehr schweren Gepäcks (Essen und Vesper für 4 Übernachtungen) erreichten wir nach 1400 Höhenmetern Aufstieg von Vogorno im Verzascatal noch vor Dunkelheit die urige Capanna Borgna. Platz gab es auch noch genug auf der Hütte, denn nur ein Senner-Pärchen und eine dreiköpfige Familie aus den USA nächtigten noch mit uns. Schnell kochten wir uns das "schwerste" Abendessen (Spaghetti mit Tomatensosse) und fielen voller Vorspannung auf den morgigen Tag auf die Matratzen.
Gemütlich ging sie dann los, unsere erste T6-Etappe: Gemütliches Frühstück, gemütlich über eine Alm an bimmelnden Kühen und Ziegen vorbei, über einen flachen Pass und dann endlich hoch zum Grat. Graspiste - aber mit guten Tritten. Und oben dann feinste Granitkraxelei mit Tiefblick in beide Täler und Aufblick auf all die umliegenden Gipfel. Grandios! So ging das dann den ganzen Tag - Grat runter, Grat hoch, Blick links, Blick rechts, bis auf den höchsten Gipfel dieses Abschnitts, den Poncione die Piotta (2439 m) und dann zuletzt wieder runter zur Alpe Cornavosa, unserem zweiten Nachtlager. Die erst 2009 renovierte Steinhütte glänzte mit neuer, vollausgestatteter Küche, bequemen Matratzen und das Beste: eine warme Dusche!! Zudem hatten wir genügend Zeit zum Rumlümmeln in der Sonne und Zurückdenken an den tollen Wandertag und einem sehr ausgedehnten Abendessen vor der Hütte bei Sonnenuntergang.
Gemütlich ging sie dann los, unsere erste T6-Etappe: Gemütliches Frühstück, gemütlich über eine Alm an bimmelnden Kühen und Ziegen vorbei, über einen flachen Pass und dann endlich hoch zum Grat. Graspiste - aber mit guten Tritten. Und oben dann feinste Granitkraxelei mit Tiefblick in beide Täler und Aufblick auf all die umliegenden Gipfel. Grandios! So ging das dann den ganzen Tag - Grat runter, Grat hoch, Blick links, Blick rechts, bis auf den höchsten Gipfel dieses Abschnitts, den Poncione die Piotta (2439 m) und dann zuletzt wieder runter zur Alpe Cornavosa, unserem zweiten Nachtlager. Die erst 2009 renovierte Steinhütte glänzte mit neuer, vollausgestatteter Küche, bequemen Matratzen und das Beste: eine warme Dusche!! Zudem hatten wir genügend Zeit zum Rumlümmeln in der Sonne und Zurückdenken an den tollen Wandertag und einem sehr ausgedehnten Abendessen vor der Hütte bei Sonnenuntergang.
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Tag 3 sollte etwas entspannter werden - "nur" T5/T6 bewertet. So einfach wollten wir es uns aber nicht machen und zweigten kurz nach Beginn der Etappe zum Gipfel des Poncione Rosso ab. Obwohl die Hinweisschilder für die Fortsetzung der VAV zur Capanna Efra und dem Poncione Rosso deutlich in verschiedene Richtungen zeigten, meinten wir auf der Wanderkarte eine Möglichkeit erkannt zu haben wie man über den Poncione Rosso wieder auf die VAV stossen kann. Wir stiegen also auf bis wir die Platten des Poncione Rosso (2505 m) vor der Nase hatte. Wow - da soll ich hoch? Klar wiesen die Weiss-Blau-Weissen Markierungen auf den nackten Steinplatten den gefühlt-senkrechten Weg nach oben. Oh jeh. Und das auch noch mit dem schweren Rucksack. Man konnte sich dann aber doch überraschend gut an den Plattenkannten festkrallen und auch die Schuhe rutschten nicht. Senkrecht war es also wohl doch nicht. Den Blick nur nach oben gerichtet schafften wir es ohne Probleme auf den Gipfel wo uns mal wieder ein phänomenales Alpenpanorama erwartete. Nur leider kein anderer Weg wieder hinunter. Obwohl wir die VAV von oben sehen konnten sah die geplante Abstiegsstelle mörderisch aus - uns blieb also nichts anderes übrig als alles wieder zurück zu gehen.
Um 14.15 Uhr standen wir dann wieder an dem schon bekannten Wegweiser und begannen nun erst die geplante 8 bis 9 Stunden Etappe. Naja, müssen wir uns eben ein bisschen beeilen ;) Der Weg zog sich jedoch sehr - wie am Tag zuvor ging es rauf und runter immer auf dem Grat entlang, über weitere drei Gipfel (Cima di Bri (2520 m), Cima di Rierna (2461 m) und den Cima di Gagnone (2518 m)) mit grandiosen Aussichten und schwieriger Kraxelei. Weshalb diese Etappe leichter bewertet ist als die vorherige haben wir beide nicht verstanden - zumindest an zwei Stellen muss man ohne Hilfsmittel im geschätzten 2. Grad über dem Abgrund klettern - was weder für die Psyche noch physisch einfach war. Zum Glück erreichten wir noch im Tageslicht den letzten Gipfel und konnten bei letztem Dämmerlicht vom Gratweg auf einen einfachereren Wanderweg wechseln auf welchem wir dann nach ca. einer Stunde tapsen in der Dunkelheit die Capanna Efra erreichten. Dummerweise übersah Micha ca. 100 m vor der Hütte ein Loch am Boden und knickte trotz dicker Bergstiefel ganz fürchterlich um. Zum Glück war es nun nicht mehr weit aber ob wir am nächsten Tag die letzte geplante Etappe noch machen können war fraglich... .
Um 14.15 Uhr standen wir dann wieder an dem schon bekannten Wegweiser und begannen nun erst die geplante 8 bis 9 Stunden Etappe. Naja, müssen wir uns eben ein bisschen beeilen ;) Der Weg zog sich jedoch sehr - wie am Tag zuvor ging es rauf und runter immer auf dem Grat entlang, über weitere drei Gipfel (Cima di Bri (2520 m), Cima di Rierna (2461 m) und den Cima di Gagnone (2518 m)) mit grandiosen Aussichten und schwieriger Kraxelei. Weshalb diese Etappe leichter bewertet ist als die vorherige haben wir beide nicht verstanden - zumindest an zwei Stellen muss man ohne Hilfsmittel im geschätzten 2. Grad über dem Abgrund klettern - was weder für die Psyche noch physisch einfach war. Zum Glück erreichten wir noch im Tageslicht den letzten Gipfel und konnten bei letztem Dämmerlicht vom Gratweg auf einen einfachereren Wanderweg wechseln auf welchem wir dann nach ca. einer Stunde tapsen in der Dunkelheit die Capanna Efra erreichten. Dummerweise übersah Micha ca. 100 m vor der Hütte ein Loch am Boden und knickte trotz dicker Bergstiefel ganz fürchterlich um. Zum Glück war es nun nicht mehr weit aber ob wir am nächsten Tag die letzte geplante Etappe noch machen können war fraglich... .
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Leider schwoll der Knöchel über Nacht tatsächlich so dick an, dass an eine Fortsetzung nicht zu denken war. Blöd - haben wir aus dem Hüttenspiel nichts gelernt und sind immer noch nicht REGA-Gönner. So konnte Micha leider nicht Heli fliegen und musste die 1200 Höhenmeter hinab ins Tal humpeln. Schade auch, dass wir die letzte Etappe mit den höchsten Gipfeln nicht mehr machen konnten - ist aber immerhin ein Grund nochmal wieder zu kommen und die VAV bei nächster Gelegenheit abzuschliessen. Es war auf jeden Fall superschön und absolut empfehlenswert für jeden der trittsicher und schwindelfrei ist!
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September 1, 2013
Unterengadin
Es gibt tatsächlich noch Teile der Schweiz, welche wir innerhalb der letzten Monate nicht besucht haben. ZB das Unterengadin - ein weiterer Zipfel am "Ende" der Schweiz. Määtze und Stephi kamen uns für fünf Tage besuchen und so brachen wir trotz allerschlechtester Wetterprognosen auf zu einer Dreitageswanderung am Rande des Schweizer Nationalparks.
View Unterengadin in a larger map
Der erste Teil der Wanderung führte uns bei noch strahlendem Sonnenschein hoch hinaus über Scuol auf die auf 2500 m gelegene Chamonna Lischana. Kaum kamen wir jedoch auf der gemütlichen Hütte an fing es draussen auch schon an zu regnen was unsere Gipfelpläne für den Piz Lischanna so ziemlich ins Wasser fallen liess. Machte aber gar nichts. Wir entdeckten ein Schweizer Hüttenquartett und das grosse SAC Hüttenspiel und spielten ganz begeistert bis wir alle Hütten und die Wege dazwischen kannten. So lernten wir auch wie wichtig es ist Gönner der Rega zu sein und welche Vorteile eine SAC Mitgliedschaft bringt ;)
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Nach gemütlicher Nacht im Viererzimmer erwartete uns am frühen Morgen das weisse Entsetzen. Die Kühle der Nacht hatte den Regen in Schnee verwandelt und neben ein paar Zentimeter am Boden rieselte es auch noch weiter vor sich hin. Auch ein ausgedehntes Frühstück machte das Wetter nicht besser und nachdem sich alle anderen Hüttengäste für einen Abstieg entschieden hatten machten wir uns auf zum Aufstieg auf die auf knapp 3000 m gelegene Fuorcla da Rims.
Der Schnee war schön klebrig, reichte auch noch nicht weit über die Knöchel und die Sonne drückte auch bereits ein wenig durch die Wolken - alles in allem eigentlich recht ideale Bedingungen für eine Begehnung der 3000er Gipfelkette in Richtung Sesvenna Hütte. So liefen wir also hinter dem Pass munter durch den Schnee wieder hinunter, vorbei an ein paar hübschen Seen und wieder hinauf auf unseren ersten Gipfel, den 3026 m hohen Piz d'Immez. Kaum angekommen und das Vesper ausgepackt brach auch endlich die Sonne durch ein kleines Wolkenloch und verzauberte die Landschaft um uns herum in ein Winterwonderland.
Guter Dinge und frisch gestärkt marschierten wir auf dem Grat entlang weiter über einen unbenannten Gipfel und dann hinunter in die Fuorcla Cornet. Puh, hier strahlte die Sonne dann so richtig und das Gruppenfoto mit dem Piz Cristanas im Hintergrund entstand. Der war dann auch als nächstes dran und mit 3092 m der Königsgipfel unserer Tour. Es folgten aber noch zwei weitere, der Piz Rims (3050 m) und der Schadler (2948 m) von welchen sich uns eine einmalige Sicht auf die Alp Sursass und den Föllakopf bot. Von nun an ging es nur noch hinunter und ganz flink zur Sesvennahütte wo schon der Begrüssungsschnaps, warme Bettchen und ein Abendessen wartete.
Beim Blick in den Spiegel am nächsten Morgen schaute mir dann sowas wie ein Waschbär entgegen - hatten wir wohl doch mehr Sonne abbekommen als erwartet ;) Naja, an diesem Tag sollte Sonne nicht das Problem sein denn in strömenden Regen ging es durch die spektakuläre Uina-Schlucht zurück zum Auto. Ein in die senkrechte Felswand gehauener Weg führt hoch über dem Bach durch die Schlucht und sorgt für fantastische Tiefblicke. Auch mit Sonnenschein wäre es hier düster gewesen.
Zurück am Auto wählten wir für die Heimfahrt den Albulapass, welchen bisher weder wir noch unser Demio gesehen hatten, und stoppten in Thusis für eine sehr feine Pizza.
Das war ein prima Wochenende, eine tolle Tour und beste Gesellschaft! Danke für die schöne Zeit Määtze und Stephi!!
Zurück am Auto wählten wir für die Heimfahrt den Albulapass, welchen bisher weder wir noch unser Demio gesehen hatten, und stoppten in Thusis für eine sehr feine Pizza.
Das war ein prima Wochenende, eine tolle Tour und beste Gesellschaft! Danke für die schöne Zeit Määtze und Stephi!!
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