January 25, 2008

Zürich...

...die ersten Tage.

So, kaum aus dem Urlaub zurück ging der Umzugsstress los...in Konstanz alles eingepackt und raus aus der EU, rein in den Eidgenossen Staat Schweiz. Ganz unkompliziert lief alles ab und abgesehen vom bis dato meißtgesagten Satz 'Ähm...sprechen sie auch Hochdeutsch?' hat bisher alles wunderbar geklappt. Ans Schitzerdüütsch muss ich mich eben noch ein wenig gewöhnen und ebenfalls daran, dass ich nun ein 'Ausländer' bin. Das tönt alles ein wenig mühsam.
Meine neue Wohnung aber ist superschön und der Weg zum Doktorieren an die ETH nicht weit, dafür gehts sehr anstrengend Bergauf...!
Auch über den Behördenkram kann ich bis jetzt nicht Schimpfen, alle waren sehr nett und hilfsbereit und wenn nun noch die Post Ihren Weg findet bin ich rundum zufrieden ;o)


January 15, 2008

Unter Chilangos

Inzwischen bin ich wieder im kalten Zuhause...aber die letzten Tage in Mexico City 'unter Chilangos', wie man die Grosstädter nennt, waren nochmal sehr Ereignissreich.
Einen ganzen Tag haben wir 'am Ort wo der Mensch zu Gott wird', in der alte aztekische Ruinenstadt Teotihuacán, verbracht. Hier steht die drittgrößte Pyramide der Welt, die Sonnenpyramide und Ihr kleinerer aber hübscherer 'Bruder' die Mondpyramide auf der ich mich für dieses Bild gerade befand.


Die Hauptrasse, die Calzada de los Muertos, ist fast Zwei Kilometer lang und war früher das zeremonielle Zentrum der Stadt. Heute ist sie das kommerzielle Zentrum denn auf ihr tümmeln und lümmeln sich die Souvenierverticker... . Sie verbindet die Mondpyramide im Norden


mit dem Templo de Quetzalcoátl im Süden. An einer noch älteren, inneren Pyramidenwand des Tempels wurden beeindruckende alternierende Darstellungen des Quetzalcoátl, der 'gefiederten Schlange' und des Tláloc, der Regengott, freigelegt.


Am Sonntag gönnte ich mir dann noch das restliche Pflichtprogramm für Mexico City. So durchquerten wir zuersteinmal die Gassen rund um den Zócalo (Vergleichbar mit dem Marktplatz in Deutschen Städten..) an dessen Nördlichem Ende die Catedral Metropolitana steht und langsam im ehemaligen Sumpf versinht.. . Vor der Kathedrale halten etliche 'Indianer' ihren Schamanenkult und Säuberungen ab. Überall hört man Trommeln und es richt nach Weihrauch.


Ebenfalls nördlich befindet sich die Ausgrabungsstätte des Templo Mayor von dem geglaubt wird, dass die Azteken genau an dieser Stelle den Ader auf dem Kaktus mit der Schlange im Schnabel sahen welche heutzutage das Symbol Mexicos ist.


Super interessant waren auch die vielen Fresken von Diego Rivera, dem Mann der Mexikanischen Malerin Frida Kahlo,


welche im Palacio Nacional an die Wände gepinselt sind. Diego hat darin die gesamte Geschichte Mexicos dargestellt, vom Leben der Indianer über die Eroberung der Spanier bis hin zur Revolution 'Tierra y Libertad' und man könnte sich Stunden vor den einzelnen Bildern aufhalten ohne jede Einzelheit erkannt zu haben.



Nach soviel Kultur und einem Spaziergang zum Plaza Garibaldi, wo die bekannten Mariachis ihre herzzerreißende Musik spielten, erholten wir uns bei einer romantischen Bootsfahrt auf den Kanälen der 'schwimmenden Gärten' in Xochimilco, welche sozusagen die Überbleibsel der alten Stadt Mexico sind.


Nach so vielen schönen Tagen viel es mir so schwer wie noch nie wieder ins Flugzeug zu steigen..aber es wird hoffentlich nicht der letzte Urlaub in Mexico gewesen sein denn schliesslich hat der Lonely Planet von Mexico 1050 Seiten und ich habe gerade mal etwa 50 Umgeblättert...bleibt also noch genug für einige weitere Reise ;o)

Faszit: Unbedingt Wiederholen! ;o)

January 12, 2008

La playa y retour

Doch, es gibt mich noch!
In das neue Jahr bin ich mit dem rechten Fuss gestiegen, ich habe 12 Trauben mit 12 Wünschen gegessen und fuer eine gute Reise bin ich mit dem Koffer ueber die Strasse gerannt.


Die gute Reise kam dan auch prompt. Am 2.1.08 haben wir den fast 4700 m hohen Krater des erloschenen Vulkans Nevado de Toluca erklommen und von diesem aus Mexicos beruehmteste Bergspitzen, den rauchenden Popocatépetel und eine Frau la Malinche bestaunt.

Danach gings dann endlich Richtung Meer.

In "post-hippie" Tepoztlán, ca 80 km suedlich von Mexico City war unser erster Stop. Die kleine Stadt ist reich an unedlich vielen suessen Shops, fuer die uns aber leider keine Zeit bieb.. . So sind Marc und ich mit ganz vielen anderen Mex-Touris nur auf die Pyramide de Tepozteco geklettert, welche 400 m ueber dem Staedchen auf einer Felswand thront und eine gigantische Aussicht ueber Tepotzlán und die Umgebung offeriert.

Danach gings dann gleich weiter bis nach Taxco [Tahssko], einer wunderschoenen, an einem Berghang liegende Kolonialstadt welche um 1530 entstand als die Spanier enorme Mengen an Silber entdeckten. Inzwische wird kein Silber mehr gefoerdert dafuer aber umso mehr Silberschmuck in den vielen kleinen Gaesschen welche sich am Berg hoch und runter schlaengeln verkauft. Von der Dachterrasse unseres Hotels aus hatte man diese schoene Sicht:

Unser naechstes Hotel bot uns dann diese Sicht:

Vom 15. Stock des Romana Palace hatten wir einen unglaublichen Blick ueber die gessamte Kueste von Acapulco! Ohne uns Abends von unserem Balkon zu bewegen hatten wir Musik von den ganzen Outdoordiscos unter uns, ein kuehles Bierchen und den direkten Blick auf den Bungee-Jumping Turm auf dem Hochbetrieb war. Von der Dusche aus bot uebrigens die selbe Sicht ;o).
Wir tauschten diese Luxus-Marmor Bad allerdings schon am naechsten Tag gegen ein Plumsklo und Zelt am Strand von Chacahua. Dieser Kilometer lange, fast unbewohnte Pazificstrand am Rande der Lagunas de Chacahua ist der Traum schlecht hin. Was anderes als Wellen gucken, am Strand entlang laufen, in der Haengematte gammeln und frisch gefangenen Fisch essen kann man da nicht machen. Und ebeso verbrachten wir die folgenden 4 Tage.


An einem Tag goennten wir uns allerdings einen Bootsausflug zu einer Krokodilaufzuchtsfarm und durch die Mangrovenwaelder in denen es von einheimischen Voegeln und Zugvoegeln nur so wimmelte...!


Super gut ausgeruht ging es dann ueber eine schmale Gebirgsstrasse wieder ins Landsinnere nach Oaxaca [Oachaka] wo wir gestern und heute Artesania geshoppt haben. Die Inigenous rund um diese, mit Cuzco in Peru vergleichbare, Stadt stellen wunderschoene Handwerksarbeiten her. Aus schwarzem Ton geformte und geschnitzte Vasen und Kerzenhalter, allerlei Kleidung und vorallem die Alebrijes, aus Holz geschnitzte und kunterbunt angemalte irrsinnig aussehende Fantasietiere.

Zwischen dem shoppen gabs auch noch ein weng Kultur. Monte Albán, Ruine der 500 BC erbauten Stadt Zapotec thront ueber der Stadt auf einem Bergplateau wie Machu Picchu. Von den hohen Pyramiden schaut man dann ueber, die im Winter trockene, Berglandschaft.


Nun sind wir aber schon wieder zurueck in Mexico City welches ich mir die kommenden Tage noch anschauen werde bevor es leider auch schon wieder zurueck ins kalte geht...!