January 15, 2008

Unter Chilangos

Inzwischen bin ich wieder im kalten Zuhause...aber die letzten Tage in Mexico City 'unter Chilangos', wie man die Grosstädter nennt, waren nochmal sehr Ereignissreich.
Einen ganzen Tag haben wir 'am Ort wo der Mensch zu Gott wird', in der alte aztekische Ruinenstadt Teotihuacán, verbracht. Hier steht die drittgrößte Pyramide der Welt, die Sonnenpyramide und Ihr kleinerer aber hübscherer 'Bruder' die Mondpyramide auf der ich mich für dieses Bild gerade befand.


Die Hauptrasse, die Calzada de los Muertos, ist fast Zwei Kilometer lang und war früher das zeremonielle Zentrum der Stadt. Heute ist sie das kommerzielle Zentrum denn auf ihr tümmeln und lümmeln sich die Souvenierverticker... . Sie verbindet die Mondpyramide im Norden


mit dem Templo de Quetzalcoátl im Süden. An einer noch älteren, inneren Pyramidenwand des Tempels wurden beeindruckende alternierende Darstellungen des Quetzalcoátl, der 'gefiederten Schlange' und des Tláloc, der Regengott, freigelegt.


Am Sonntag gönnte ich mir dann noch das restliche Pflichtprogramm für Mexico City. So durchquerten wir zuersteinmal die Gassen rund um den Zócalo (Vergleichbar mit dem Marktplatz in Deutschen Städten..) an dessen Nördlichem Ende die Catedral Metropolitana steht und langsam im ehemaligen Sumpf versinht.. . Vor der Kathedrale halten etliche 'Indianer' ihren Schamanenkult und Säuberungen ab. Überall hört man Trommeln und es richt nach Weihrauch.


Ebenfalls nördlich befindet sich die Ausgrabungsstätte des Templo Mayor von dem geglaubt wird, dass die Azteken genau an dieser Stelle den Ader auf dem Kaktus mit der Schlange im Schnabel sahen welche heutzutage das Symbol Mexicos ist.


Super interessant waren auch die vielen Fresken von Diego Rivera, dem Mann der Mexikanischen Malerin Frida Kahlo,


welche im Palacio Nacional an die Wände gepinselt sind. Diego hat darin die gesamte Geschichte Mexicos dargestellt, vom Leben der Indianer über die Eroberung der Spanier bis hin zur Revolution 'Tierra y Libertad' und man könnte sich Stunden vor den einzelnen Bildern aufhalten ohne jede Einzelheit erkannt zu haben.



Nach soviel Kultur und einem Spaziergang zum Plaza Garibaldi, wo die bekannten Mariachis ihre herzzerreißende Musik spielten, erholten wir uns bei einer romantischen Bootsfahrt auf den Kanälen der 'schwimmenden Gärten' in Xochimilco, welche sozusagen die Überbleibsel der alten Stadt Mexico sind.


Nach so vielen schönen Tagen viel es mir so schwer wie noch nie wieder ins Flugzeug zu steigen..aber es wird hoffentlich nicht der letzte Urlaub in Mexico gewesen sein denn schliesslich hat der Lonely Planet von Mexico 1050 Seiten und ich habe gerade mal etwa 50 Umgeblättert...bleibt also noch genug für einige weitere Reise ;o)

Faszit: Unbedingt Wiederholen! ;o)

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