Einen ganzen Tag haben wir 'am Ort wo der Mensch zu Gott wird', in der alte aztekische Ruinenstadt Teotihuacán, verbracht. Hier steht die drittgrößte Pyramide der Welt, die Sonnenpyramide und Ihr kleinerer aber hübscherer 'Bruder' die Mondpyramide auf der ich mich für dieses Bild gerade befand.

Die Hauptrasse, die Calzada de los Muertos, ist fast Zwei Kilometer lang und war früher das zeremonielle Zentrum der Stadt. Heute ist sie das kommerzielle Zentrum denn auf ihr tümmeln und lümmeln sich die Souvenierverticker... . Sie verbindet die Mondpyramide im Norden

mit dem Templo de Quetzalcoátl im Süden. An einer noch älteren, inneren Pyramidenwand des Tempels wurden beeindruckende alternierende Darstellungen des Quetzalcoátl, der 'gefiederten Schlange' und des Tláloc, der Regengott, freigelegt.

Am Sonntag gönnte ich mir dann noch das restliche Pflichtprogramm für Mexico City. So durchquerten wir zuersteinmal die Gassen rund um den Zócalo (Vergleichbar mit dem Marktplatz in Deutschen Städten..) an dessen Nördlichem Ende die Catedral Metropolitana steht und langsam im ehemaligen Sumpf versinht.. . Vor der Kathedrale halten etliche 'Indianer' ihren Schamanenkult und Säuberungen ab. Überall hört man Trommeln und es richt nach Weihrauch.

Ebenfalls nördlich befindet sich die Ausgrabungsstätte des Templo Mayor von dem geglaubt wird, dass die Azteken genau an dieser Stelle den Ader auf dem Kaktus mit der Schlange im Schnabel sahen welche heutzutage das Symbol Mexicos ist.

Super interessant waren auch die vielen Fresken von Diego Rivera, dem Mann der Mexikanischen Malerin Frida Kahlo,

welche im Palacio Nacional an die Wände gepinselt sind. Diego hat darin die gesamte Geschichte Mexicos dargestellt, vom Leben der Indianer über die Eroberung der Spanier bis hin zur Revolution 'Tierra y Libertad' und man könnte sich Stunden vor den einzelnen Bildern aufhalten ohne jede Einzelheit erkannt zu haben.


Nach soviel Kultur und einem Spaziergang zum Plaza Garibaldi, wo die bekannten Mariachis ihre herzzerreißende Musik spielten, erholten wir uns bei einer romantischen Bootsfahrt auf den Kanälen der 'schwimmenden Gärten' in Xochimilco, welche sozusagen die Überbleibsel der alten Stadt Mexico sind.


Nach so vielen schönen Tagen viel es mir so schwer wie noch nie wieder ins Flugzeug zu steigen..aber es wird hoffentlich nicht der letzte Urlaub in Mexico gewesen sein denn schliesslich hat der Lonely Planet von Mexico 1050 Seiten und ich habe gerade mal etwa 50 Umgeblättert...bleibt also noch genug für einige weitere Reise ;o)
Faszit: Unbedingt Wiederholen! ;o)

Die gute Reise kam dan auch prompt. Am 2.1.08 haben wir den fast 4700 m hohen Krater des erloschenen Vulkans Nevado de Toluca erklommen und von diesem aus Mexicos beruehmteste Bergspitzen, den rauchenden Popocatépetel und eine Frau la Malinche bestaunt.

In "post-hippie" Tepoztlán, ca 80 km suedlich von Mexico City war unser erster Stop. Die kleine Stadt ist reich an unedlich vielen suessen Shops, fuer die uns aber leider keine Zeit bieb.. . So sind Marc und ich mit ganz vielen anderen Mex-Touris nur auf die Pyramide de Tepozteco geklettert, welche 400 m ueber dem Staedchen auf einer Felswand thront und eine gigantische Aussicht ueber Tepotzlán und die Umgebung offeriert.















Dort angekommen wurde ich nur noch rundum verwoehnt. Jeden Tag geb es super leckeres Mexicanisches Essen von dem ich bestimmt zu 90% noch nichteinmal gehoert hatte...Chilaquiles, Chile relleno, Quesadillas con florde calabaza (Tortillas mit Kaese und Kuerbisblueten)
oder mit Napal, das ist ein Kaktus, leckeren Fisch, Mexicanisches Ruehrei, ganz, ganz viel Obst das ich noch nicht kannte und und und....! Und wir haben schon unglaublich viele Sachen unternommen. So waren wir Klettern auf der Peña, ein scharfkantiger Vulkanfelsen ueber dem See von dem aus man eine wunderschoene Aussicht hat.
Wir haben einen Ausritt zu den beruehmten schwarz-orangenen Monarchschmetterlingen, welche in Mexico ueberwintern und sich paaren, gemacht.
Diese Schmettrlinge sind unglaublich, sie verbringen den Sommer in Canada und fliegen im Winter ueber 4000 km nach Mexico. Jedes Mal legt eine neue Generation diesen Weg zurueck und immer clustern sie an beinahe den selben Stellen. Wir waren auch noch Segeln und in einer Art Klettergarten, haben den Sonnenuntergang ueber dem See bestaunt und heute wollen Marc und sein Bruder Wakeboarden gehen...ich weiss noch nicht so recht ob ich es wagen soll...schon das Segeln in 40° Schieflage war mir nicht so geheuer.. ;o)


