September 24, 2012

Last days in Bogor and Jakarta

Ziemlich müde, durchgerüttelt und mit diversen gefühlt-angefaulten Stellen am Hinterteil kamen wir nach über 20 Stunden Minibusfahrt in Bogor an. Zum Glück hatten wir uns schon in ein gutes Hotel eingebucht. Mit weichem Bett, duftenden Laken, Klimaanlage und Powerdusche. Yeah. Aber lange hatten wir nicht zum ausruhen, dann gings schon wieder los zum "icebreaker", dem Eröffnungs come-together der Konferenz. Jep, viele haben es uns nicht geglaubt, aber wir sind WIRKLICH zum Arbeiten nach Indonesien. Ok... AUCH zum Arbeiten. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, unterscheidet sich so eine Konferenz in Indonesien ein kleines bisschen von dem was wir so gewohnt sind. Zb waren die Tische verkleidet wie für eine Hochzeit, die Namensschildchen sind echte Handarbeit und zum Essen gab es ganz viele Überraschungen... . Es war aber alles supi organisiert, die Leute nett und lustig, die Talks interessant und die Woche viel zu schnell wieder um.
An den verbleibenden drei Tagen zogen wir dann weiter nach Jakarta, buchten uns in ein weiteres Luxushotel ein (für fast den selben Preis wie ne Campsite in Neuseeland..!), genossen das reichhaltige Frühstücksbuffet mit Schokicroissants und allem drum und dran, den Pool und das Laufband (ah.. da war ja noch was..) und schauten uns das Grossstadttreiben an. Hauptsächlich fasziniert hat uns der Hafen wo unzählige verrostete (aber noch betriebene) Schoner liegen, welche von Hand be- und entladen werden. Man darf da einfach so rumlaufen und sich alles anschauen und die Hafenatmosphäre geniessen. Wie in jeder Grossstadt ist der Unterschied zwischen arm- und reich enorm und so liefen wir durch Gegenden wo die Menschen in mickrigen Verschlägen zwischen den Bahngleisen leben und liessen uns mit dem Taxi in eine Megamall fahren wo die Leute bei Gucci und Versace einkaufen. Wow.
So, für all die, die sich die ganze Zeit gefragt haben wo eigentlich all diese Orte sind von denen ich so geschrieben hab gibts hier noch unsere Reiseroute (DANKE Micha!) und das Fazit von 4 Wochen Indonesien: Gutes Wetter, schön warm und sonnig! Ganz viele super liebe Menschen! Weniger gutes Essen.. da ist man in Thailand besser aufgehoben. Tolle Wellen, nur leider hats mit dem surfen trotzdem nicht geklappt. Wandern und bouldern geht man auch besser in NZ oder der Schweiz. Super snorkling! Schildkröten!!! Und natürlich alles super preiswert. Wir haben uns trotz "arbeit" bestens erholen können ;o)

September 17, 2012

Jogyakarta

Aus Zeitgründen haben wir das Programm auf Java ein kleines bisschen abgekürzt... . Von Denpasar (Bali) aus sind wir schwupsdiwupp in die Millionenstadt Jogyakarta geflogen. Die ist schon sehr viel indonesischer als Bali und Lombok. Nicht viele Leute können Englisch und so konnten wir endlich unser Indonesisch einsetzen, welches wir von unserem Rinjani-Guide gelernt hatten. Zum Beispiel die Zahlen von 1 bis 10, Hundert, Tausend und natürlich "teuer" und "gehts nicht billiger" ;o) Dies setzen wir zu allererst bei der Unterkunft ein. Dank Idul Fitri, der Feierwoche nach ende des Ramadan, war die Stadt voller Indonesischer Idul Fitri Urlauber. Laut der Jakarta-Post sind allein aus Jakarta 6 Millionen Menschen zu Idul Fitri unterwegs gewesen... . Dementsprechend hoch war natürlich die Nachfrage nach Unterkünften und somit auch die Preise. Dennoch fanden wir einen netten Homestay im Backpackerviertel. Kurz nach unserer Ankunft in Jogya versuchten wir die Weiterreise nach Bogor zur Konferenz zu organisieren. Dummerweise fing diese am Montag nach Idul Fitri an und 6 Millionen Jakarter hatten schon sämtliche Flug-, Zug- und Bustickets aufgekauft. Nach langem suchen ergatterten wir ein Minibusticket zum 5-fachen des Normalen Preises (exakt der Preis, den wir auch für den Flug von Denpasar nach Jogya gezahlt hatten..). Aber was solls, nach Europäischen Standards ist das alles trotzdem noch billig und wir konnten uns endlich entspannen. Leider braucht der Minibus so lange, dass wir nun einen Tag früher als geplant wieder aus Jogya abreisen mussten. So blieben nur noch 1 1/2 Tage um die Stadt zu erkunden.
Einen Tag opferte ich für die beiden grössten Attraktionen: den buddhistischen Tempel "Borobodur" und die hinduistischen Candi "Prambanan". Beides UNESCO Weltkulturerbe und nur ein wenig ausserhalb der Stadt gelegen. Borobodur ist eine beindruckende Anlage die 9-Stockweke umfasst auf denen 432 Buddha-Statuen und 72 Stupas verteilt sind. Ausserdem sind ringsrum Reliefs in den Stein gemeißelt die die Geschichte und das Leben Buddhas beschreiben. Ich hatte 2 Stunden um hier zu verweilen. Genug Zeit zum Fotografieren und fotografiert werden und den Flair aufzusaugen.

Danach gings zum Prambanan, die grösste Hinduistische Templeanlage Indonesiens. Diese besteht aus mehr als 250 Schreinen von welchen die drei grössten den Göttern Shiva, Vishnu und Brahma geweiht sind. Bei Mittagshitze und zwischen Tausenden Idul Fitri Reisenden konnte ich diesen Tempel leider nicht so sehr geniessen wie den ersten.. .


Bei Nachmittag war ich wieder in Jogyas Zentrum und nutze das verbleibende Tageslicht noch für einen Besuch auf dem Birdmarket. Viele Bewohner Jogyas halten sich alle möglichen exotischen Singvögel in kleinen Käfigen hoch über den schmalen Gassen der Stadt weil sie das Zwitschern so schön finden. Auf dem Birdmarket gab es dann tatsächlich alles zu kaufen. Von stinknormalen Wellensittichen über kleine exotische Bergvögel und Designereulen bis hin zu kunterbunten Hühnerküken. Jep, kunterbunt. In Blau, Grün, Rot, Gelb, Orange und Pink. Alle schön eingefärbt. Superputzig aber auch erschreckend... . Neben Vögeln kann man auf dem Markt auch noch traurige Hundewelpen, Fische und Schlangen erstehen. Schade, dass die Einfuhrbestimmungen nach NZ so strikt sind. Ich hätte gerne das ein oder andere Tierchen aus seinem Käfig befreit.


Am nächsten Tag blieb noch ein wenig Zeit um durch Jogyas überfüllte Markthallen zu schlendern bevor wir uns zur 20-Stündigen Terrorbusfahrt nach Bogor(Jakarta) aufmachten. Zusammen mit den besagten anderen 6 Millionen Einwohnern Jakartas... .