September 17, 2012

Jogyakarta

Aus Zeitgründen haben wir das Programm auf Java ein kleines bisschen abgekürzt... . Von Denpasar (Bali) aus sind wir schwupsdiwupp in die Millionenstadt Jogyakarta geflogen. Die ist schon sehr viel indonesischer als Bali und Lombok. Nicht viele Leute können Englisch und so konnten wir endlich unser Indonesisch einsetzen, welches wir von unserem Rinjani-Guide gelernt hatten. Zum Beispiel die Zahlen von 1 bis 10, Hundert, Tausend und natürlich "teuer" und "gehts nicht billiger" ;o) Dies setzen wir zu allererst bei der Unterkunft ein. Dank Idul Fitri, der Feierwoche nach ende des Ramadan, war die Stadt voller Indonesischer Idul Fitri Urlauber. Laut der Jakarta-Post sind allein aus Jakarta 6 Millionen Menschen zu Idul Fitri unterwegs gewesen... . Dementsprechend hoch war natürlich die Nachfrage nach Unterkünften und somit auch die Preise. Dennoch fanden wir einen netten Homestay im Backpackerviertel. Kurz nach unserer Ankunft in Jogya versuchten wir die Weiterreise nach Bogor zur Konferenz zu organisieren. Dummerweise fing diese am Montag nach Idul Fitri an und 6 Millionen Jakarter hatten schon sämtliche Flug-, Zug- und Bustickets aufgekauft. Nach langem suchen ergatterten wir ein Minibusticket zum 5-fachen des Normalen Preises (exakt der Preis, den wir auch für den Flug von Denpasar nach Jogya gezahlt hatten..). Aber was solls, nach Europäischen Standards ist das alles trotzdem noch billig und wir konnten uns endlich entspannen. Leider braucht der Minibus so lange, dass wir nun einen Tag früher als geplant wieder aus Jogya abreisen mussten. So blieben nur noch 1 1/2 Tage um die Stadt zu erkunden.
Einen Tag opferte ich für die beiden grössten Attraktionen: den buddhistischen Tempel "Borobodur" und die hinduistischen Candi "Prambanan". Beides UNESCO Weltkulturerbe und nur ein wenig ausserhalb der Stadt gelegen. Borobodur ist eine beindruckende Anlage die 9-Stockweke umfasst auf denen 432 Buddha-Statuen und 72 Stupas verteilt sind. Ausserdem sind ringsrum Reliefs in den Stein gemeißelt die die Geschichte und das Leben Buddhas beschreiben. Ich hatte 2 Stunden um hier zu verweilen. Genug Zeit zum Fotografieren und fotografiert werden und den Flair aufzusaugen.

Danach gings zum Prambanan, die grösste Hinduistische Templeanlage Indonesiens. Diese besteht aus mehr als 250 Schreinen von welchen die drei grössten den Göttern Shiva, Vishnu und Brahma geweiht sind. Bei Mittagshitze und zwischen Tausenden Idul Fitri Reisenden konnte ich diesen Tempel leider nicht so sehr geniessen wie den ersten.. .


Bei Nachmittag war ich wieder in Jogyas Zentrum und nutze das verbleibende Tageslicht noch für einen Besuch auf dem Birdmarket. Viele Bewohner Jogyas halten sich alle möglichen exotischen Singvögel in kleinen Käfigen hoch über den schmalen Gassen der Stadt weil sie das Zwitschern so schön finden. Auf dem Birdmarket gab es dann tatsächlich alles zu kaufen. Von stinknormalen Wellensittichen über kleine exotische Bergvögel und Designereulen bis hin zu kunterbunten Hühnerküken. Jep, kunterbunt. In Blau, Grün, Rot, Gelb, Orange und Pink. Alle schön eingefärbt. Superputzig aber auch erschreckend... . Neben Vögeln kann man auf dem Markt auch noch traurige Hundewelpen, Fische und Schlangen erstehen. Schade, dass die Einfuhrbestimmungen nach NZ so strikt sind. Ich hätte gerne das ein oder andere Tierchen aus seinem Käfig befreit.


Am nächsten Tag blieb noch ein wenig Zeit um durch Jogyas überfüllte Markthallen zu schlendern bevor wir uns zur 20-Stündigen Terrorbusfahrt nach Bogor(Jakarta) aufmachten. Zusammen mit den besagten anderen 6 Millionen Einwohnern Jakartas... .

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