April 15, 2009

La vita italiana...

...genossen wir über die Osterfeiertage! Um dem Gotthardstau diesmal möglichst zu entkommen starteten Frank, Ingrid und ich bereits am Donnerstag Nacht Richtung Süden. Wir mussten tatsächlich diesmal auch nur eine Stunde vor dem Nordportal ausharren um auf die "süße Seite" der Schweiz zu gelangen. Dort angekommen kuschelten wir uns sofort in die Schlafsäcke, stießen mit gutem Wein auf ein schönes Ostern an und träumten von den wunderbaren Chironico Bouldern die uns am nächsten Tag erwarten würden... .
Zum Aufwärmen suchten wir uns dann eine schöne leichte 4 aus...meine Füßen wollte ich hierfür noch nicht in meine viiiiel zu kleinen Kletterschuhe zwängen und so flashte ich die Route wie es sich für eine 4 gehört in Turnschuhen... .

Der lustige Teil der Geschichte kommt jetzt: Ingrid und Frank versuchten sich eine geschlagene halbe Stunde am ersten Zug der ein wenig Balance und den von Ingrid und mir so intensiv beim Kajakfahren geübten "Hüftknick" erforderte....danach waren die Rumpfmuskeln bei den beiden warm und bei mir zumindest die Lachmuskeln... ;o)

Wir rockten aber auch noch einige schöne Sachen, Frank schaffte den traumhaften Eyorjoi (6a+/6b) über dem ich hier meine Boulderfreude auslebe ;o)

und gemeinsam verzweifelten wir dann noch am Zweifingerloch des "Zen boulders" (6a+).

Ein weiterer einfach traumhafter (ich weiß, ich wiederhole mich...) Tag in Chironico ging zu Ende...
...und am Abend musste Ingrid dann leider zurück nach Zürich. Dafür kamen aber Micha und Moritz aus Basel nach und gemeinsam fuhren wir noch in der Nacht bis ans Mittelmeer ins Routenkletterparadies: Finale Ligure.
Auf dem Campingplatz oberhalb von Finalborgo schreckten wir erstmal die ganze Konstanzer Bande von ihren Isomatten. Die waren doch tatsächlich schon wieder am Schlafen... ;o) Nach einer kurzen verschlafenen Begrüßung legten wir uns dann aber einfach dazu und schliefen recht schnell ein.... .
Der Ostersamstag versprach dann mit bestem "10er Wetter" ein erfolgreicher Tag zu werden und so starteten wir zugleich nach dem Ausschlafen und gemütlich Frühstücken an die gigantischen Kalkfelsen des Monte Sordo. Urhurehohe 35m Sinter-Routen verdrehten uns die Köpfe, ließen das Adrenalin in die Adern schießen und sorgten für eine spektakuläre Kletterkulisse...

Clara (Schizzechea, 7a)

Moritz (Schizzechea, 7a)

...so spektakulär, dass wir die "Schokoladen-Routen" am Ostersonntag nochmals begingen und uns dann aber auch noch einigen kürzeren knackigeren Routen widmeten.

Jule (Mutabaruka, 6b)

Micha (Figowitz, 7a)

Robert Frederic (Le corna non fan peso, 7a+)

Euscorpius italicus (La ginnastica, 8a)

Am Abend fuhren die Konstanzer Semana Santa Urlauber: Jacob, Annika, Makerl und Katja dann leider schon wieder nach Hause und die verbliebene Bagage schloss sich Anina, Felix und Co an und fuhr 40km weiter in das zweite große Klettergebiet in Ligurien: Oltre Finale.
Hier war es am Ostermontag allerdings vorbei mit dem "10er Wetter". Die Sonne brannte uns ins Kreuz und die Routen waren dank schwitzender Finger mindestens um ein Grad schwerer zu bewerten, was die Sache jedoch nicht weniger attraktiv machte ;o)

Vorallem war es aber auch der perfekte Tag für einen gewagten Sprung in die noch kühlen Fluten des Mittelmeeres. Wir gönnten uns eine kurze Mittagspause am Meer, erfrischten die müden Sehnen, genossen den warmen Sand und Moritz führte seine weiße Beate-Uhse Unterhose aus.... .

Nach diesem grandiosen Tag beschlossen Frank und ich noch einen Osterdienstag einzuführen. Während sich vernünftigere PhDs wie Micha und Moritz schon wieder aufs Rückrollen mit dem Osterverkehr einstellten, stellten wir uns auf einen weiteren Bouldertag ein. Zusammen mit den verbliebenen Konstanzern und Robert verbrachten wir noch eine Nacht im Valle Pennavaire um am Dienstag dann weiter ins Valle Argentina zu den schönen glatt gewaschenen Flussbouldern zu fahren. Es stellte sich jedoch als ein bischen schwieriger herraus als erwartet den Topo zu lesen und die Boulder zu finden. So "boulderten" wir uns Fluss auf und Fluss ab und definierten selbst was uns zwischen die Finger kam...

...es hat sich gelohnt!

Und das Résumé ist, wie könnt es anders sein: Urhuretraumhaft!!!

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