Die ersten Tage verbrachten wir in Ägyptens Millionenstadt Kairo, wo Michas Schwester Helena ein Semester Arabistic an der Cairo University belegt hatte. Ihre Arabisch- und Kairo Kenntnisse halfen uns nicht nur bei lebensgefährlichen Strassenüberqueren sondern auch beim simplen Bestellen von zuckersüssem Mangosaft und aufweckendem Shai Tee, beim Bus- und U-Bahn fahren, beim Verhandeln mit profitsüchtigen Verkäufern auf dem Khan al-Khalili Basar und natürlich gewannen wir einen einmaligen Blick hinter die Kulissen der Ägyptischen Touristenbühne.




Nichtsdestotrotz besichtigten wir natürlich Kairos grösste Schätze wie das vollgestopfte Ägyptische Museum in dem es scheint als wollen sich die einzelnen Räume mit immer noch älteren und feineren Funden überbieten, wir bewunderten Moscheen und ihre kunstvoll verzierten Minarette wie die im 10th Jahrhundert erbauten Minarette des südlichen Tors Bab Zweila, von welchen aus man eine fantastische Sicht auf den Smog von Kairo hat,

wir spazierten durch Kairos bekannteste Zitadelle Salah al-Din aus deren einst weissen Kalksteinmauern über 700 Jahre lang Ägypten regiert wurde

um danach Zeugen eines einzigartig schönen Sonnenuntergangs hinter den Minaretten der Al- Azhar Zitadelle zu werden.
Natürlich durften bei einem solchen Programm auch die Pyramiden von Giza und die Nasenlose Sphinx nicht fehlen..
...so kamen wir zu typischen Touribildern...
...wie auch zu untypischen...
...und als Micha versuchte die Sphinx zu küssen...
...hat diese gleich nochmal eins auf die Nase bekommen!!
Natürlich konnte uns auch kein "No Climbing" Schild vom Lieblingssport abhalten...

...und um irgendwann doch einmal auf die eigene Pyramide klettern zu können, bauten wir an Helenas 4. Giza Pyramide weiter.
Nach so viel Kairo Lärm, Smog und Touriprogramm zog es uns zur Erholung ans Rote Meer. Hier entspannten wir im Luxushotel, in dem eine Nacht mehr gekostet hat als der ganze restliche Urlaub, genossen Beach-Life, verwöhnten uns mit süssen Granatäpfeln und schauten den Ägypterinnen beim Baden zu :o)


So, genug erholt, die Silvesternacht wartet. Für diese fuhren wir 400km mitten in die Lybische Wüste. Wir verbrachten eine Nacht in Ahmed`s Safari Camp, welches wunderschön inmitten der Bahariya-Oasis Gärten liegt,



und starteten am 31. von hier aus zu einer Desert Safari.Wir tobten uns auf ziemlich sandigen Sanddünen aus, stapften schwitzend durch die Schwarze Wüste, wetteiferten mit Touristenmassen um die besten Fotos am Crystal Mountain um dann bei Sonnenuntergang und gleichzeitigem Vollmondaufgang endlich in der skurrilen Weite der Weissen Wüste anzukommen.












Hier verbrachten wir die Nacht und feierten Silvester umgeben von den mystischsten Bedingungen. Unser Camp wurde von einem kugelrunden Vollmond fast Taghell beleuchtet bis eine partielle Mondfinsternis um 5 vor 12 den Mond zu bedecken versuchte. Dämonisch reihten sich die grossen, im Mondlicht schneeweissen Kalkfelsen um uns herum und schienen uns mit fiesen Frazen oder Teddybäraugen zu beobachten. All dies wurde von beschwörenden Beduinentanz- und gesang rund ums Feuer begleitet bis wir mit einem Sekt das neue Jahrzehnt begrüssten.




Dann hiess es "Jalla, jalla: sleep" und wir mussten sofort in die Schlafsäcke krabbeln um zu Sonnenaufgang und einem laaangen Weg zurück nach Kairo wieder fit zu sein. Wir beendeten unsere kleine Ägypten Rundreise mit einer Segelfahrt auf dem nächtlichen, von den Werbetafeln der Stadt erhellten Nil und so bleibt mir nur noch zu bemerken, dass einige der hier gezeigten schönsten Bilder nicht aus meiner Hand stammen sondern von Roswitha, Helena oder Micha.
Schön wars!
Jaja die Minarette gibts in der Schwizz ja nicht mehr zu bewundern :P
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