March 28, 2010

Berlin, Berlin, wir waren in BERLIN!

BERLIN! Bundeshauptstadt, Regierungssitz, 3,4 Millionen Einwohnern und somit die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands, sowie die zweitgrösste der EU (nach London und vor Madrid).
Berlin ist bunt, Berlin ist elektrisch, in Berlin hat jeder Stadtteil seinen eigenen Charakter und in Berlin drücken sich Charaktere durch skurrile Namen aus: Kleinmachnow, Wedding (das heisst echt so) und Pregnancy hill - auch unter Prenzelberg und Prenzlauer Berg bekannt. Das ist der Stadtteil wo die meisten Babys schreien, wos die beste Currywurst gibt und vor allem wo Anne und Dave wohnen - noch ohne Zuwachs. Hier also hatten Micha und ich für ein verlängertes Wochenende das Basislager aufgeschlagen und starteten die verschiedensten Expeditionen ins rasante Grossstadtleben.

Eine der ersten Stationen war natürlich die berühmte Berliner Currywurst, laut Wikipedia 1949 in Berlin-Charlottenburg erfunden und essbares Wahrzeichen von Berlin...was allerdings von den Hamburgern aufs heftigste debattiert wird. Also wenn ich da noch meinen Senf dazugeben darf: Mir ist das alles Banane, sollen sich doch die Fischköppe die Hamburger schmecken lassen und die Berliner mit Pfannkuchen Krapfen fischen...solange ich nur Spätzle (mit oder ohne Sauce) im Süden finde. ;o) Das da ist übrigens Dave, der lebt seit drei Jahren in Berlin und hat seine Currywurst bis jetzt nur in dem so etwa zwischen Berlin und Hamburg gelegenen Magdeburg gegessen...ob aus Kollegialität oder Geschmacklichen Gründen...wer weiss?!
Unsere nächstes Wahrzeichen war dann weder essbar noch Geschichtlich so umstritten, wenn aber auch nicht weniger brisant: Das Brandenburger Tor.
Von hier aus war es ein Katzensprung zum Sitz des Deutschen Bundestags, dem Reichstag und...
...dem Holocaust-Mahnmal.
Das Mahnmal besteht aus 2711 grauen Betonstelen, in verschiedenen Neigungswinkeln und Höhen angeordnet sollen sie an Grabsteine und die Asche der verbrannten Juden erinnern...das Denkmal ist unglaublich imposant und schnell verliert man sich in den immer gleichen düsteren Gängen zwischen den Stelen... .
Aus dem Blick eines Boulderers haben diese Steine allerdings noch eine ganz andere Bedeutung... .
Sodele, das letzte Wahrzeichen an diesem Tag erklommen wir dann aber doch nicht mit Muskelkraft, sondern mit einem Aufzug, der uns mit 6m/s auf das höchste Bauwerk Deutschlands, den 368m hohen Berliner Fernsehturm katapultierte (hier im Bild mit der Urania-Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz).
Um den Fernsehturm gibt es viele Geschichten. Als ich Mittags bei strahlendem Sonnenschein vom Lustgarten aus den Berliner Dom fotografierte, sprach uns ein Passant an, mit den Worten: "Ja so schön wie heute sieht man es selten, und das ist ein besonders schöner Blick mit dem Domkreuz im Vordergrund..." auf Nachfrage erklärte er uns, dass man den Fernsehturm auch "St. Ulbricht" nennt, nach Walter Ulbricht, einem deutscher Politiker der KPD und Staatsvorsitzender der DDR. Wenn die Sonne nämlich die Stahlprismen der Kugel anstrahlt, reflektieren diese in Form eines Kreuzes. "In Anspielung auf die atheistische Grundeinstellung der sozialistischen Regierung und die Diskriminierung kirchlicher Einrichtungen in der DDR bezeichneten Berliner dieses leuchtende Kreuz als „Rache des Papstes“... ." (Wikipedia)
Ach, Kreuz hin oder her, die Aussicht von oben war eh viel besser.
Zum Abschluss fanden wir auch wieder was zum Bouldern: schleimiger Spritzbeton, verziert mit buntem Graffiti plauschig platziert im Volkspark Friedrichshain zwischen lauter Frühlingsgrillierlustigen. Die Schweiz ist schön!

1 comment:

  1. Nice pics! Ach Mensch, und ich bin in einer Woche wieder zuhause...will nicht.

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