April 6, 2011

J-Tree, Red Rocks and Las Vegas

Ganz schön traurig war ich, als ich San Diego verlassen musste. Aber was folgte war auch nicht schlechter.
Mit unseren fetten 4-WD Jeeps leben wir endlich auch den "American way of life" cruisen mit Speedcontrol und lauter Mucke durch die Gegend, über fetttttte 4-mehr spurige "Bundesstrassen" und freuen uns an der unendlichkeit der bezaubernden Landschaft.

Mit jeder gefahrenen Meile sieht CA anders aus. Von den Palmen bewachsenen Küsten ging es durch hügelige Gras- und Felsgegenden bis zu unserem ersten Stop, ca 3h nord-östlich von San Diego, dem Joshua-Tree National Park.
Der Park bildet den Übergang zwischen der eher alpinen Mojave Wüste und der tiefer gelegenen Colorado Wüste und ist benannt nach den riesigen Yuccas (Joshua Trees) welche hier überall zu finden sind.

Berühmt ist er ausserdem noch für seine formeneichen Monzogranit Formationen. Welche mit scharfkantigen Slopern und reibeisenähnlichen Cracks Kletterer und andere Felsliebhaber aus aller Welt anlocken.

Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang suchten wir unseren Zeltplatz inmitten von tausenden von Bouldern auf. Ich fühlte mich wie im Paradies und zog noch vor dem Zeltaufbau die Kletterfinken an um das letzte Tageslicht für ein paar Routen zu nutzen.

Aber wirklich schöne Dinge machte ich erst am nächsten Tag als mich George, unser Zeltplatznachbar, auf eine Risskletteroute mitnahm. Is schon ganz anders als das was es bei uns so zu klettern gibt... . ;o)


Am späten Nachmittag machten wir uns dann leider bereits auf den Weg nach Las Vegas. Die 4h Fahrt, inklusive lustiger Begegnungen, brachte uns durch Steppen und Steinwüsten bis in die Glimmer-glitzer Metropole Las Vegas.

Uiuiuiii... was für ein Kontrast. Eben noch einsam unter dem Sternenhimmel im ruhigen Nationalpark und dann schwups die wupp im dröhnenden, piependen, blinkenden Las Vegas. Das machte mich so fertig, dass ich nur noch ins Bett und am nächsten Tag so schnell wie möglich wieder raus und in die Red Rocks wollte. Ein paar Tagesschnappschüsse von diesem Wahnsinn hab ich aber dennoch:


Und ihr werdet nicht glauben wem ich in Las Vegas begegnet bin! Nein.... diesmal war es nicht die olle Klump ;o) Es war der leibhaftige Jack Sparrow!! ;o)
Aber wie gesagt, dann flüchtete ich ganz schnell in den Red Rock Canyon. Die wirklich allerschönsten (zum boulder-) Felsen die ich bisher gesehen und in der Hand hatte!! Knallroter, feiner Sandstein mit kleinen Crimps und fetten Henkeln und allem drum und dran was das Bouldererherz höher schlagen lässt. Einfach ein Traum!!!

Morgen gibt es dann mal "Boulderfrei" denn wir wollen uns natürlich auch noch Death Valley anschauen... . Und als resume muss ich sagen. Oversized is garnet so schlecht wie ich anfangs behauptet hat... zumindest nicht, wenn es um die Anzahl wunderschöner Felsblöcke geht.

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