August 20, 2013

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein war mir sehr lange Zeit nur von kitschigen Postern in asiatischen Restaurants und Hotelzimmern bekannt - jetzt hab ich es endlich auch mal live gesehen. Obwohl das Original im südlichen Bayern gelegen ist kam ich mir dort schon wieder wie irgendwo in Asien vor - die Hälfte der Hinweisschilder war auf japanisch und chinesisch und 90% der Besucher konnten diese wohl auch lesen.

Schloss Neuschwanstein original..
.. und auf kitschigen Postern.
"Zur neuen Burg"
Der Innenhof.
Mit Marienbrücke.
Mit Jule auf der Marienbrücke.
Der Weg auf den Tegelberg.
Schöne Aussicht von fast oben.
Klettersteigabstieg.

In Flipflops, die Handtasche in der einen und die Fotokamera in der anderen Hand schlossen wir uns dem Rudel an welches zum Schloss hinaufströmte und fielen hier auch nicht weiter auf. Nach kurzem Umschauen wurde uns der Tumult aber zu viel doch bereits auf der hinteren Hälfte der Marienbrücke konnte man überraschend "unbedrängelt" stehen und der wunderschöne Wanderweg welcher zum Tegelberg hinauf führte war fast verwildert.
"Nur ein paar Schritte am Grat entlang" dachten wir uns, "da hat man bestimmt eine schöne Sicht aufs Schloss". Der Weg war aber wirklich sehr schön und ausserdem knurrte uns der Magen und auf dem Gipfel sollte es ein feines Bergrestaurant geben - wir liefen also in Flipflops und mit der Handtasche in der einen und der Kamera in der anderen Hand den ganzen Berg hinauf bist zum Restaurant. Hier gabs dann tatsächlich auch eine Speisekarte auf Deutsch, köstliche Rösti, Sauerkraut und Würste und ein Radler!

Romantischer Eklektizismus
Höhenangst?
Nö!
Klettersteigausrüstung?

Es war aber auch ein wenig spät geworden und so wählten wir die kürzeste Abstiegsroute: einen Klettersteig. Diverse Hinweisschilder "Ab hier empfehlen wir das anlegen der Kletterausrüstung" und "Die Kletterausrüstung besteht aus Klettersteigset, Helm und Bergschuhen" versuchten wir zu ignorieren. Als uns dann nach ein paar Metern eine Gruppe mit eben dieser Ausrüstung entgegenkam Grüssten wir mit einem gekonnten "Grüezi" in der Hoffnung, dass sie uns für bergerfahrene Schweizer halten und nicht für lebensmüde Touristen ;) Hat auch bestens funktioniert, die Flipflops hielten wunderbar auf dem Fels, eine Hand reichte als Sicherung aus und so konnten wir Handtasche und Kamera auch heil den Berg hinunter bringen. Ein schöner Ausflug war das!



Und ein Bild der Klettersteigtafel erinnerte mich dann doch noch sehr an diverse Gratwanderungen in Neuseeland - ratet mal wer hier Micha sein könnte und wer ich... . ;)

No comments:

Post a Comment