So waren wir unheimlich froh, dass wir am naechsten Tag nach langer Holperfaht und Dreistuendigen Marsch einen schoenen Zeltplatz an einem Fluss untehalb des heiligen Berges Amny Machen fanden Wir bereiteten uns leckere Chinesische Instantnudeln zu, die tatsaechlich noch besser schmecken wie daheim...aber auch komplizierter zuzubereiten sind. Bis zu vier extra Tuetchen muss man in der richtigen Reihenfolge zufuegen :o)
Am folgenden Tag kam bereits der Pass in Sicht. 4500m mussten wir mit jeweils ca. 15kg auf dem Ruecken ueberwinden... wir schnauften uns hoch, Micha trug die letzten Meter auch noch mein Backpack. Dann waren wir oben und wurden mit einer grandiosen Aussicht auf den Gletscher of thousand snows und ebenso tausende Tibetische Gebetsflaggen und gravierte Steine belohnt.Fast Hoehenkrank von der Anstrengung waren wir froh als uns auf dem Weg nach unten ein LKW (!!) laut hupend ueberholen wollte. Wir sprangen auf, waren im ersten Moment froh schnell wieder ein paar Meter runter zu kommen, auf den zweiten Blick merkten wir allerdings, dass wir uns nicht nur zusammen mit ca 30 Tibetern auf die Ladeflaeche quetschten, sondern auch noch Kuhhoerner und Hundeschnauzen in den Hintern piecksten. Und damit nicht genug, der Laster hatte es anscheinend sehr eilig...oder keine Bremsen...jedenfalls raste er die aus einem eizigen Schlagloch und Haarnadelkurven bestehende Strasse so schnell hinunter, dass wir, und Kuehe, Tibeter und Hunde, nur so durch die Luft flogen um danach hart, auf den ebenfalls geladenen Benzinfaessern, zu landen. Nach ca. 20min Fahrt liess das Hoehenkopfweh nach und das Ruettelkopfweh setzte ein. Zeit auszusteigen und das zweite Mal das Zelt unterhalb des Amny Machen aufzuschlagen. Wir schliefen bei fast Vollmond ein und wachten mit einem phaenomenalen Regenbogen rund um die Sonne wieder auf.
Am naechsten Tag machten wir einige Kilometer gut. Vom Amny Machen aus wanderten wir noch gut zwei Stunden bis uns zwei Moenche bis zur Hauptstrasse 214 mitnahmen. Hier fuhren die Moenche weiter gen Norden nach Xining und wir wollten Richtung Suedenm, nach Yushu. So warteten wir in der Sonne, nur Grassteppe und Wueste um uns rum a la 'cruz de la esperanza' bis uns Ueberraschend bald ein Jeep mit Chinesischem Politiker bis nach Maduo mitnahm. Fast haetten wir hier unsere Nacht in einem 30 Euro Zimmer verbracht, doch die sehr hilfreichge Hotelangestellten telefonierten den einzigen Englischsprechenden im Dorf zum Hotel und dieser brachte uns doch noch zu einem recht spaeten Bus Richtung Yushu. Bis ganz nach Yushu fuhren wir allerdings nicht, wir stiegen Nachts um 12 in ... an der Kreuzung zwischen Yushu und Sichuan aus. In einem noch offenen Shop fragten wir nach einem Hotel. 'Meiyou jeudian' war die Antwort. Es gibt hier kein Hotel. Ob noch nie, oder ob es auch dem Erdbeben unterlegen ist wissen wir nicht. Zum Gueck haben wir das Zelt. Also kaempften wir uns mit Stirnlampen und schnellem Schritt bewaffnet durch einsetzenden Regen unds die in China scheints allgegenwaertige Hundearmee durch Richtung Ortsausgang um auf einer kleinen Anhoehe direkt ueber der Strasse das Zelt fuer die Nacht aufzuschlagen.
Es ist jedoch auch praktisch so direkt neben der Strasse...wir mussten am naechsten Tag nur einfach den Daumen raushalten und fanden zwei Moenche, die uns mit uber einen 4700m Pass...
...nach Serxu nahmen.
Serxu ist einige Kilometer vom Epizentrum des 2010 Erdbebens um Yushu entfernt. Dennoch waren wir schockiert, dass auch hier fast kein Haus mehr stand. Nurmehr die aus Stein gebauten Klostergebaeude und ein paar Haeser auf der Hauptstrasse liessen erkennen wie der Ort einst gewesen sein musste. Saemtliche Lehmgebaude im Baustil der Himalaya-Hochplateau Tibeter waren eingestuerzt. Der Schutt ist ueberall schon weggeraumt und die Menschen wohnen jetzt auf ihren leeren Grundstuecken in blauen, von der Regierung bereitgestellten, oder weissen Nomaden- Zelten. Zum Glueck stand das Monastery-Guesthouse noch und so zahlen wir viel zu viele 20 Euro fuer eine Nacht und den schnellen Wiederaufbau des Klosters und des Dorfes und verbrachten einen wuderschoenen sonnigen Tag rund um Serxu.. .










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