Sechs Stunden brauchte das dicke Faehrschiff von Padang Bai nach Lembar auf Lombok. Die Fahrt war jedoch sehr angenehm, keine Wellen, wenig Leute und ein gutes Buch zum Lesen.
Lombok ist die oestliche Nachbarinsel von Bali und hauptsaechlich Muslimisch. Ueberall Moscheen, jedoch recht wenige total verhuellte Frauen. Bei unserer Ankunft war gerade der 20. Tag im Ramadan Kalender - der islamische Fastenmonat - und da es recht spaet geworden war und alle Muslime schon nur noch an Sonnenuntergang und Abendessen denken konnten war es ziemlich schwierig noch einen Transport nach Kuta-Lombok zu bekommen. Ein selbsternannter Ralleyfahrer fand sich dann letztendlich doch und dank seines Fahrstils waren wir in 45 Minuten an der Suedkueste Lomboks und der Fahrer rechtzeitig zu Sonnenuntergang wieder daheim. :o)
Kuta hatten wir uns ausgesucht zum Surfen - in Kuta auf Bali sind wir ja dank unserem Sonnenbrand nicht dazu gekommen - es stellte sich jedoch heraus, dass es nur Reef-Breaks gab - zu gefaehrlich fuer uns Surfanfaenger. Wir verbrachten also einen Tag damit ein wenig die schneeweissen Straende rund um Kuta zu erkunden und lecker Mie Goreng, Ayam Sate usw essen zu gehen.
An unserem zweiten Morgen in Kuta liessen wir uns morgens um 5 Uhr (!!!) abholen und zum Sonnenaufgang nach Tanjung Luar an der Ostkueste fahren. Hier kommen jeden Morgen dutzende von Schiffen an, deren Baeuche brall gefuellt sind mit allem moeglichen Seegetier. Fisch, Fisch, Fisch.. aber auch Krabben, Muscheln, Tintenfische (jaaa, mit pechschwarzer Tinte!!), Haie, Hammerhaie und Mantas. Teilweise sind die Fischer Wochen unterwegs und fahren dabei bis fast nach Australien.
Wir waren ganz ueberwaeltigt von dem bunten Treiben, dem Gemetzel, den Massen an Haien (gibts denn jetzt noch welche im Meer?) und den vielen Haendlern. Micha versuchte den ein oder anderen Fisch fuer seine Forschung zu identifizieren. War aber Gluecklos. So blieb uns nichts anderes uebrig als Fotos zu machen und zu staunen.. .
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