Ubud, im Landesinneren von Bali inmitten von Reisterrassen gelegen, hat zwei Hauptstrassen voller Souvenir- und Yoga Shops. Es war wirklich schwer nicht neue Klamotten und Schmuck ohne Ende zu kaufen :-) Aber ich schaffte es mir nur eine kunterbunte Perlenkette zu gönnen.
Wir fanden einen Homestay mit grossem Zimmer, riesigem Balkon und Blick über die Reisfelder. Frühstück war inklusive und es gab die besten Bananapancakes die ich jeh gegessen hab!
An unserem ersten Abend in Ubud liehen wir und zwei Fahrräder aus und strampelten in den Norden der Stadt nach Petulu, wo sich jeden Abend Schwärme von weissen Herons zur gemeinsamen Nachtruhe versammeln. Von einem kleinen lokalen Warung (Imbiss Bude) aus liessen sich die eintrudelnden Vögel bei einem Bierchen bestens beobachten. Das gesamte Ausmass erblickten wir aber erst als wir durch Petulu zurück radelten. Jeder Baum an der Strasse war voll mit weissen schnatternden Federknäulen! Und die Strasse darunter natürlich schwarz-weiss bekleckst.
Wir behielten die Räder noch bis zum nächsten Mittag und fuhren am Morgen einige Kilometer gen Osten um die im 9. Jahrhundert erbaute Elefanten Höhle "Goa Gajah" und die aus dem 14. Jahrhundert stammenden rock carvings "Yeh Pulu" zu besichtigen. Um Goa Gajah zu betreten muss man durch den Schlund eines Dämons gehen, von dem geglaubt wurde, dass er einen Elefanten darstellt. Deshalb das Synonym "Elefanten Höhle". Das schöne an den Felsenbildern war die Lage zwischen strahlend grünen Reisfeldern und der Weg dahin, welcher an einer Schule voller lärmender Halbstarker und einem Drachenbaurer vorbei führte.
Den Rest des Tages schlugen wir uns durch den Monkey Forest in dem eine riesige Makakenbande unablässig Touristen ärgert. Dank langjähriger Reiseerfahrung blieben wir verschohnt und konnten uns über die diebischen Affen die Käppis und Sonnenbrillen klauen (und benutzen!!) bestens amüsieren.
Zum Abend hin fuhren wir noch zu einer anderen beruhmten rock carving site: "Gunung Kawi" wo im 11. Jahrhundert zwölf 8 Meter hohe candis (Schreine) in sich gegenüber liegende Felswände gemeisselt wurden.
Da wir den ganzen Tag nichts gegessen hatten gönnten wir uns abends erst zwei Indonesische Speisen "Nasi champur", eine Komposition aus verschiedenem Gemüse, Tofu und Reis und "Gado gado" bestehend aus Gemüse und Reis and Erdnusssauce. Und danach noch einen feinen Griechichen Salat mit Feta und zwei Cocktails auf einer Terasse hoch über den Strassen Ubuds. Hach.. Urlaub!
An unserem zweiten Morgen in Ubud erinnerten wir uns an den näher rückenden Halbmarathon im September in Neuseeland und machten uns auf zu einem schweisstreibenden 11 km lauf über die Reisterassen. Mit Wegfinden, 250 Höhenmeter hoch und runter, 26 Grad, 100% Luftfeuchtigkeit und Scooter-Abgasen benotigten wir 1 h 20 min. Keine Glanzleistung, aber bei den Bedingungen echt gut!
Danach ging unsere Reise dann weiter an die Ostküste Balis, nach Padang Bai, von wo aus auch die Fähre nach Lombok ablegt... .
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